American Beauty

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Von der ersten Einstellung an, einem Establishment Shot einer typisch amerikanischen Vorstadt-Umgebung, besticht American Beauty durch bewundernswerte Selbstsicherheit und Scharfsinn, die durch Kevin Spaceys ruhige Erzählung verkörpert werden. Spacey ist Lester Burnham, ein geplagter Jedermann, dessen Midlife Crisis das Rückgrat des Films bildet. Schon seine ersten Zeilen ziehen den Zuschauer mit stichelndem Fatalismus in ihren Bann. Wie Joe Gillis in Boulevard der Dämmerung erzählt auch Burnham seine Geschichte posthum aus dem Grab heraus. Ein kühner Start für einen Film, der diese Kühnheit mehr als rechtfertigt. Sozialsatire, Familientragödie und eine Wer-hat-es-getan-Geschichte miteinander verwebend, wagt Alan Balls erstes Bühnenskript, Genregrenzen zu verwischen und uns aus dem Gleichgewicht zu bringen, indem es nahtlos von schwarzer Komödie zu einem tief bewegenden Drama übergeht. Die Burnham-Familie reiht sich perfekt in die Liste disfunktionaler amerikanischer Kinofamilien ein, als Lester gegen seine manische, materialistische Makler-Frau Carolyn (Annette Bening, die aus ihrer unsympathischen Rolle das Bestmögliche heraus holt) und seine mürrisch herablassende Teenager-Tochter Jane (Thora Birch, ausgesprochen überzeugend in ihrer Gradwanderung zwischen Egozentrik und wehmütiger Sehnsucht) aufbegehrt. In das Leben der Kernfamilie treten zwei Außenseiter, die ausreichend Projektionsfläche für brach liegende Lebensenergie und verborgene Wünsche bieten: Eine Cheerleaderin (Mena Suvari), die Lester in sexuelle Fantasien und damit in einen zweiten Frühling katapultiert. Und ein irritierend ruhiger junger Nachbar (Wes Bentley), der durch seinen clever zurückhaltenden Einfluss, Lester und Jane nachhaltig verändert. Der britische Theaterregisseur Sam Mendes entpuppt sich als unglaublich begabter Leinwand-Newcomer. Es gelingt ihm, die potenziell unvereinbaren Elemente der Geschichte zu einem ausgezeichneten Ensemblestück zu vereinen, das eine eigene Gangart entwickelt, ohne in transparente Selbstverliebtheit abzugleiten. Mendes hat zu seiner Erfolgsarbeit kluger Weise eine Crew aus erfahrenen Bühnenveteranen hinzu gezogen. Visual Designer Conrad Hall beispielsweise rundet den Film ab, indem er das triste Interieur des Burnhamschen Lebens mit lebhaftem Purpurrot, der Farbe von Rosen und von Blut, kongenial kontrastiert. Darüber hinaus ist Mendes mit Wes Bentley eine fantastische Neuentdeckung geglückt. Ihm gelingt es mit seiner beeindruckenden Darstellung des Ricky Fritts, stellenweise zum Dreh- und Angelpunkt der Handlung zu werden. --Sam Sutherland

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