Kim Kashkashian - Violasonaten

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Kim Kashkashian - Violasonaten
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Die Klarinettensonaten op. 120 zählen, wie die hohe Opus-Zahl vermuten läßt, zum Spätwerk von Johannes Brahms. Im Jahre 1891 hatte der 58jährige bereits sein Testament gemacht, da er seine schöpferische Kraft merklich schwinden fühlte. Seine kompositorische Tätigkeit wollte er zu diesem Zeitpunkt vollkommen einstellen. Die Bekanntschaft mit dem Klarinettisten Richard Mühlfeld jedoch regte ihn zu weiteren Kompositionen an, zu denen die beiden Sonaten op. 120, entstanden 1894, gehören. Die Viola-Fassung verdanken wir offenbar dem Wunsch, diese Stücke Clara Schumann vorzuspielen. Da es ungewiß war, ob Mühlfeld auch da sein würde, verfaßte Brahms für seinen Freund Joseph Joachim eine Bratschenstimme. Typisch für ihn ist, daß er die Bratschenfassung sofort wieder in Zweifel zog; Joachim jedoch hatte sich in die Stücke verliebt und spielte sie auch weiterhin auf der Viola. Es ist schwierig, die Musik von Johannes Brahms zeitgeschichtlich befriedigend einzuordnen. Noch heute streiten sich die Wissenschaftler darüber, ob er eher als später Romantiker mit Bindung an poetische Inhalte oder als Wegbereiter der Moderne, Schöpfer "absoluter" Musik in scharfem Gegensatz zu seinen Zeitgenossen Wagner und Liszt zu betrachten sei. Die Ungewißheit rührt daher, daß die komplexe Struktur seiner Werke sich sowohl poetischen Tendenzen zuneigt als auch auf einer unbestechlichen, gerade im Spätwerk zu atemberaubender Perfektion entwickelten Kompositionstechnik basiert. Sein Prinzip der "entwickelnden Variation", eine Art Weiterentwicklung der "motivisch-thematischen Arbeit" Beethovens, läßt keinen einzigen Ton seiner Werke zufällig erscheinen; gleichzeitig ist seine Musik, auch ohne das Wissen um ihre Struktur, von unvergleichlicher Schönheit. Die Violasonaten sind im Hinblick auf diese Synthese ein Höhepunkt an musikalischem Erfindungsreichtum. In der Interpretation durch Kim Kashkashian, am Klavier vortrefflich begleitet von Robert Levin, entfalten die Stücke ihre ganze Schönheit. Der dunkle, warme Klang der Viola scheint wie geschaffen für die Musik Brahms' und ihren Ausdruckswillen. Das nuancenreiche Spiel der beiden Künstler, die Kraft ihrer Gestaltung macht die 1996 aufgenommene CD zu einer der wichtigsten Auseinandersetzungen mit der Musik von Brahms in den letzten Jahren. --Michael Wersin

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